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Stress

Körperliche Folgen von Stress.

Stress wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Dabei sind die Folgen von ständigem Druck und innerer Anspannung nicht zu unterschätzen. Die psychischen und körperlichen Auswirkungen von Stress beeinflussen und verstärken sich gegenseitig. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der die Betroffenen immer mehr belastet.

Gehirn und Ohren.

Besonders für das Gehirn hat Dauerstress nachhaltige Folgen. In einer kurzen Stresssituation erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Doch bei langanhaltendem Stress wird es überlastet. So schrumpft die Gehirnmasse und die Verästelungen des Gehirns nehmen ab. Dadurch verschlechtert sich auch die Gedächtnisleistung. Im schlimmsten Fall kann bei chronischem Stress ein Schlaganfall auftreten.

Auch die Sinnesorgane reagieren auf Stress. An den Ohren sind dabei Tinnitus oder sogar ein Hörsturz typische Stresssymptome. Jedoch können auch körperliche Ursachen einen Tinnitus oder Hörsturz auslösen. Daher solltest du diese Beschwerden immer von einem Arzt untersuchen lassen.

Herz-Kreislauf-System.

Das Herz-Kreislauf-System wird durch chronischen Stress geschwächt. Forscher haben herausgefunden, dass Dauergestresste etwa doppelt so häufig unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden wie wenig Gestresste. Typische Symptome sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und verstärkte Ablagerungen in den Gefäßen.

All diese Faktoren erhöhen das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Zudem kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Häufige Empfindungen dabei sind Herzrasen- oder stolpern, Schwindelgefühl und/oder Brustschmerzen.

Magen-Darm-Beschwerden.

Die Auswirkungen von Stress machen sich außerdem im Magen-Darm-Trakt bemerkbar. Durch die vermehrte Anzahl von Stresshormonen produziert der Körper mehr Magensäure. Dadurch leiden Betroffene häufiger unter unangenehmem Sodbrennen.

Zudem besteht ein höheres Risiko für Magengeschwüre. Chronischer Stress kann jedoch nur Auslöser eines Geschwürs sein, wenn die Magenschleimhaut bereits entzündet ist. Diese Entzündung kann beispielsweise durch die vermehrt vorhandene Magensäure entstehen. Typische Beschwerden, die damit einhergehen sind Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit und chronische Verdauungsprobleme, z. B. Verstopfung oder Durchfall.

Diabetes.

Stress gilt auch als großer Risikofaktor für Diabetes, genau wie Übergewicht oder wenig körperliche Bewegung. In Stresssituationen wird das Hormon Kortisol freigesetzt. Dadurch steigt der Blutzuckergehalt und der Körper wird aktiviert. Zudem gibt der Organismus stressbedingte Botenstoffe ab. Diese verringern die Wirkung des Insulins, wodurch sich die Regelung des Blutzuckers erschwert. Die Folge: Chronisch gestresste Personen erkranken häufiger an Diabetes.

Eine Diabeteserkrankung erkennen Sie unter anderem an folgenden Symptomen: Starker Durst, Müdigkeit, Gewichtsverlust, häufiger Harndrang und schlechte Wundheilung.

Geschwächtes Immunsystem.

Ist der Körper in Alarmbereitschaft, ist das Immunsystem für kurze Zeit gestärkt. So kann es Infektionen schneller abwehren. Doch das Stresshormon Kortisol schwächt die Abwehrkräfte des Immunsystems auf Dauer. Bakterien und Viren können den Organismus leichter angreifen und werden nur wenig erfolgreich abgewehrt. Dadurch leiden Gestresste häufiger an Infektionskrankheiten. Meist sind das Erkältungen oder Herpes. Zudem brauchen sie länger, um wieder gesund zu werden.

Verspannte Muskulatur.

Durch die ständige Alarmbereitschaft des Körpers ist die Muskulatur dauerhaft angespannt. Diese Verspannungen machen sich meist im Kopf-, Schulter- und Rückenbereich bemerkbar. Die Folge sind Kopf- und Rückenschmerzen, die ohne ausreichende Entspannung zu chronischen Belastungen werden können. Dadurch ist der Körper erschöpft und weniger leistungsfähig.

Psychische Folgen von Stress.

Neben den körperlichen Auswirkungen von Stress leiden Betroffene auch unter psychischen Problemen. Kurzfristig entstehen dabei folgende Beschwerden:

  • Innere Anspannung und Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Unzufriedenheit
  • Angst und Wut

Ohne ausreichende Erholung kann der Dauerstress schwerwiegendere psychische Erkrankungen hervorrufen. Das allgemeine Wohlbefinden nimmt dabei immer weiter ab. Ängstlichkeit und Unzufriedenheit treten dagegen häufiger auf.

Depressionen sind typisches Stressanzeichen und spiegeln sich in einer anhaltenden Niedergeschlagenheit, die das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst. Die Erkrankung wird diagnostiziert, wenn typische Symptome seit mindestens 2 Wochen vorliegen. Dabei leiden Betroffene meist unter einer gedrückten Stimmung und fühlen sich innerlich leer. Zudem verlieren sie das Interesse an Hobbys oder dem Beruf und empfinden keine Freude mehr. Ein weiteres Symptom ist die Antriebslosigkeit: Die Patienten sind kraftlos und ermüdet.

Panikattacken.

Bei einer Panikattacke befinden sich Betroffene in einem Zustand intensiver Angst. Dazu kommt es, wenn zu viele Stressfaktoren auf einmal auftreten. Meist beginnen diese Attacken ohne Vorwarnung und dauern einige Minuten bis zu einer halben Stunde an. Typische Symptome sind unter anderem:

  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • das Gefühl von Schwindel, Benommenheit
  • das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen
  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Atemnot
  • Erstickungsgefühle
  • Kurzatmigkeit
  • Beklemmungsgefühl in Hals oder Brust
  • Übelkeit oder Bauchschmerzen.

Burn out.

Burn-out beschreibt einen emotionalen, geistigen und körperlichen Erschöpfungszustand. Die Erkrankung kann durch verschiedene persönliche oder berufliche Stressfaktoren ausgelöst werden. Dabei können die Symptome der Erkrankung sowohl körperlich als auch psychisch sein. Diese sind:

  • Lustlosigkeit
  • Gereiztheit
  • Angst zu versagen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Motivationslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Tinnitus oder Hörsturz
  • Herz-Kreislauf-Probleme.

Fazit.

Stress macht sich im gesamten Körper bemerkbar. So kann eine dauerhafte Belastung zu schweren Erkrankungen führen, z. B. zu Diabetes, Magengeschwüren oder Herzrhythmusstörungen. Bereits bestehende Erkrankungen können verstärkt werden.

Auch die psychischen Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen. So kann sich aus Unzufriedenheit, Nervosität oder Angst eine weitaus schwerere psychische Erkrankung entwickeln. Daher solltest du dem täglichen Stress entgegenwirken und dir ab und zu eine Pause gönnen, dich regelmäßig bewegen und ins Gym gehen.

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