Training

Rückkehr zum Laufen nach einer Verletzung

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In allen sportlichen Leistungsstufen treten Verletzungen leider viel zu häufig auf und werden in der Regel durch Traumata oder Verschleiß verursacht, die infolge des ständigen Strebens nach immer höheren Leistungen entstehen. Verletzungen führen oft zu Leistungseinbußen und Trainings- oder Wettkampfausfällen.

Doch was solltest du tun, wenn du dich verletzt hast?

Dein Notfallplan sollte bereits in der Schublade liegen!

Dein Trainer, Physiotherapeut und Arzt muss für so einen Fall vorbereitet sein. Es bringt nichts, wenn die Prozessplanung für den Wiederaufbau des Athleten erst, nachdem er sich verletzt hat, beginnt. Der Ablaufplan muss schon längst vor deiner Verletzung stehen und einfach nur noch abgearbeitet werden. Wenn das nicht der Fall ist, dann verstreicht wertvolle Zeit und die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler während der Planung entstehen aufgrund des Zeitdrucks, nimmt deutlich zu.

Mit der Diagnose richtig umgehen.

In der Regel ist die erste Frage, die du dir stellst, wenn du dich verletzt, wie lange du wahrscheinlich ausfallen wirst. Klar ist eine Verletzung nichts Schönes, aber warum sehen wir es nicht einfach auch mal als Chance? Während des normalen Saisonbetriebs hast du wenig Zeit an deinen Schwächen zu arbeiten. Mit Beginn der Reha Phase ergeben sich ganz neue Möglichkeiten und Freizeiten! Nutzte diese Zeit und komme nach deiner Verletzungspause umso stärker zurück in deinen Sport!

Rückkehr zum Laufen.

Wenn man nach einer langen Pause oder einer Phase der reduzierten Belastung zu einer vollständigen Gewichtsbelastung zurückkehrt, bedeutet dies auch, dass man gewissermaßen erst wieder das Laufen bzw. Rennen lernen muss. In diesen Fällen darf nicht nur die verletzte Stelle berücksichtigt werden, sondern alle Glieder der kinetischen Kette, die zum Laufen benötigt werden und die in der Zwischenzeit sehr wahrscheinlich an Leistungsfähigkeit verloren haben.

Die vielleicht offensichtlichste Überlegung dabei ist die Belastung der Sehnen. Diese brauchen normalerweise 2 oder 3 Tage, um sich nach einer hohen Belastung zu erholen. Daher könnte ein einwöchiger Plan für die Gewöhnung der Sehnen an die Laufbelastung wie folgt aussehen:

  • Montag: niedrig
  • Dienstag: hoch
  • Mittwoch: niedrig
  • Donnerstag: moderat
  • Freitag: niedrig
  • Samstag: hoch
  • Sonntag: niedrig

Als wie stark eine Belastung wahrgenommen wird, hängt von der betroffenen Person ab. 20 Minuten Seilspringen sind für einen trainierten Boxer beispielsweise eine niedrige Belastung, stellen für einen Schwimmer aber vermutlich eine große Herausforderung dar. Das gilt wahrscheinlich auch für einen Boxer, der eine Knieoperation und 2 Monate reduziertes Training hinter sich hat.

Was zu Beginn der Wiederaufnahme des Trainings als hohe Belastung gilt, sollte mit der Zeit als moderate und schließlich geringe Belastung wahrgenommen werden und so die Notwendigkeit verdeutlichen, das Trainingsprogramm nach der Rehabilitation dauerhaft zu überwachen und anzupassen.

Wenn man den Athleten zum ersten Mal nach einer längeren Auszeit ( länger als drei Monate) wieder an eine volle Belastung des verletzten Körperteils heranführen will, ist es hilfreich, den folgenden Plan anzuwenden, damit sich die gesamte kinetische Kette an die Bodenreaktionskräfte anpassen kann, die beim Laufen auf den Körper wirken:

  • Woche 1: 1 Tag aktiv, 2 Tage Pause
  • Wochen 2 und 3: 1 Tag aktiv, 1 Tag Pause
  • Wochen 4 und 5: 2 Tage aktiv, 1 Tag Pause
  • Woche 6 und danach: 3 Tage aktiv, 1 Tag Pause

Dieses Schema kann leicht beschleunigt werden, wenn die Auszeit weniger als 3 Monate betrug. In diesem Fall lässt sich das folgende Muster anwenden:

  • Woche 1: 1 Tag aktiv, 2 Tage Pause
  • Woche 2: 1 Tag aktiv, 1 Tag Pause
  • Woche 3: 2 Tage aktiv, 1 Tag Pause
  • Woche 4: 3 Tage aktiv, 1 Tag Pause

Das sind eher weitgefasste Beispiele, die am Ende immer mit dem jeweiligen Athlet besprochen und analysiert werden müssen.

Muss der Athlet zu 100% fit sein?

Jeder Profisportler kennt das: Zu 100% fit kann man nicht in jedem Spiel sein, aber Spielen geht dann doch. Über so eine Entscheidung, ob ein Athlet trotz nicht 100% Fitness spielen darf, müssen die medizinische Abteilung und der Athlet zusammen entscheiden.

#staylightningfast

WENIGER RÜCKEN.
WENIGER KILOS.
MEHR FITNESS.

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