Profisportler trainieren täglich. Sie halten sich an strenge Ernährungspläne und achten auf ihre körperliche Verfassung. Doch wie sieht es bei E-Sport-Profis aus? 
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Warum richtiges Fitnesstraining & Ernährung wichtig ist für eSportler

Profisportler trainieren täglich. Sie halten sich an strenge Ernährungspläne und achten auf ihre körperliche Verfassung. Doch wie sieht es bei E-Sport-Amateuren und Profis aus? Übergewichtig, unsportlich und ungepflegt – die Klischees über Gamer halten sich hartnäckig. Doch ist das Realität?

Von Profis lernen
Die e-Sport Athleten von morgen

Hobby Gamer
Kaum Bewegung, unausgewogene Ernährung & kurzer Schlaf

Die Deutsche Sporthochschule Köln hat E-Sportler befragt. Wenig überraschend: Viele Gamer bewegen sich zu wenig, schlafen zu wenig und wiegen zu viel. Das schadet der Leistungsfähigkeit und das ist gerade im Wettkampf für eSportler fatal, denn dort entscheiden oftmals wenige Millisekunden über Niederlage oder Sieg.

Insbesondere eine ungesunde Ernährung wirkt sich negativ auf die Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentration der eSportler aus. Auch zu langes Sitzen schadet der Karriere: Sitzt du zu lange, baut zum Beispiel deine Rückenmuskulatur ab, du bekommst Rückenschmerzen und kannst im schlimmsten Fall deinen Sport nicht mehr ausüben.

Viele Gamer geben an, dass sie neben dem Spiel am PC auch Sportarten wie Fußball, Joggen oder Fitnesstraining betreiben – doch lediglich die Hälfte erfüllt dabei die von der Weltgesundheitsorganisation ausgesprochene Empfehlung von mindestens 2,5 Stunden körperlicher Aktivität pro Woche.

Das bedeutet für eSportler oftmals schon in jungen Jahren das Karriereaus. Daher ist es wichtig, dass eSportler ebenso auf ihre Fitness und Ernährung achten wie etwa Fußballer oder Radsportler. Viele eSports-Profis sind sich dessen bereits bewusst. Wie schauts mit dir aus?

Ein Grund für zu wenig Fitness ist die enorm viele Zeit, die in Online-Spiele investiert wird. Dabei kommen die meisten Spieler im Schnitt auf 26 Wochenstunden. Oft wird das Hobby neben einem Vollzeit-Job ausgeübt und verschlingt so große Teile des Zeitbudgets.

Angesichts solcher Zeiten kommt auch der Schlaf zu kurz. Hinzu kommt noch die Belastung durch die ungewöhnlichen Spielzeiten. Viele Teams und Spiele seien international organisiert, sodass die Spieler in tiefer Nacht online sein müssten.

Erfolgsfaktor Fitness
Optimiere deine Gaming Skills

Die Belastung beim professionellen Spielen ist anders als bei traditionellen Sportarten. Schließlich hält sich die körperliche Betätigung bei Titeln wie FIFA 15, Dota 2 oder League of Legends in Grenzen. Einzig Rücken, Nacken und Hände werden hierbei belastet.

Das Verletzungsrisiko ist vergleichsweise gering, stattdessen steht die Fitness im Kopf im Vordergrund. Wer sich über mehrere Stunden konzentrieren und komplexe Inhalte verarbeiten will, der muss über eine gute Grundkondition und eine gewisse Fitness verfügen.

Damit kannst du nicht nur gesundheitlichen Problemen vorbeugen. Bist du körperlich in einer sehr guten Verfassung, kannst du im besten Fall auch bei hohem Leistungsdruck im eSports schnell und richtig reagieren. Folglich ist Fitnesstraining bzw. Sport eine sehr gute Wahl, um deine Gesundheit aufrechtzuerhalten und eine lange eSport Karriere möglich.

Beispiel
Sehnenscheidenentzündung

Er war erst 22 Jahre alt, als er sein Karriereaus verkündete: Hai „Hai“ Du Lam, bekannt als LoL-Spieler für Cloud9. Der Grund? Unter anderem eine Handverletzung. Ein gesundheitliches Problem, das in der Szene nicht selten ist: Sehnenscheidenzündungen sind die häufigste Berufskrankheit bei eSportlern. Auch das Repetitive-Strain-Injury-Syndrom, auch „Mausarm“ genannt, entsteht durch den übermäßigen Gebrauch der Computermaus und verursacht Schmerzen in der Hand, dem Arm oder der Schulter.

Gaming Spielzeit
Eine mentale und körperliche Herausfordung

In der Hoffnung, dass mehr Zeit hinter dem Bildschirm zu besseren Spielergebnissen führe, zocken manche Spieler bis zu 100 Stunden in der Woche. Dies sei jedoch eine Fehlannahme. Sportwissenschaftler werben gerade unter den Amateuren dafür, dass sie ihre Spielzeit wesentlich reduzieren und stattdessen mehr Ressourcen in Ausgleichssport investieren. Um richtig sitzen zu können, braucht man zum Beispiel eine vernünftige Rumpfmuskulatur. Auch Ausdauertraining sei sinnvoll, um die manchmal recht langwierigen Turniere durchzustehen.

Quelle: owayo

Fazit
Investiere in eine ausgewogene Lebensweise

Nicht nur die Arme belasten eSportler stark. Die Athleten sitzen teilweise mehrere Stunden am Tag vor dem Bildschirm, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Das geht an die Substanz. Die Folge: Oftmals leiden die eSportler an Rückenschmerzen. Da helfen nur gezielte Kraftübungen.

Neben der Kräftigung der Muskulatur solltest du außerdem darauf achten, deine Ausdauer zu trainieren. Das beugt Ermüdungserscheinungen beim Wettkampf vor. Betreibe einen Ausgleichssport oder geh ins Fitnessstudio. Dabei gilt: Eine Stunde Sport pro Tag gleicht das lange Sitzen nicht komplett aus. Viel besser ist ein bewegter Alltag. Stehe zwischen den Spielen auf und bewege und strecke dich.

Du bist bereit loszulegen oder willst gleich dein ganzes Team dabei haben?

Für mehr Ausdauer beim Gamen

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